(3) Wie verständigen sich Gehörlose über große Entfernungen ohne Telefon?
Die technischen Entwicklungen der vergangenen Jahre bringen ganz klar auch für
Hörgeschädigte Vorteile, um ohne Einschränkung kommunizieren zu können.
"Normales" Telefonieren geht natürlich nicht. Aber mehr und mehr Gehörlose kann man
schon mit Handys sehen. So werden SMS-Nachrichten oder auch Faxe versandt. Momentan sind die
Möglichkeiten noch begrenzt. In naher Zukunft ist aber weltweit die Kommunikation über
drahtlose Funkverbindungen möglich. So werden auch Datenübertragungen und
Internetnutzung mehr und mehr drahtlos erfolgen.
Die weltweit einmaligen Forschungsleistungen der
Technischen Universität Ilmenau und die Entscheidung über die Vergabe der
UMTS-Mobilfunk-Lizensen an 6 Betreibergruppen sind nur einige wichtige Voraussetzungen dafür.
Am häufigsten wird von Hörgeschädigten derzeit das Faxgerät zum Austausch von
Informationen genutzt. Mittlerweile stehen Faxgeräte auch in jedem Amt, jedem Büro....,
so das jede Institution auf diese Weise erreicht werden kann. Auch das Internet wird von
Hörgeschädigten mehr und mehr genutzt. E-mail ....kein Problem mehr, oder?
Doch....erreicht meine dringende Anfrage den Empfänger sofort?
Ist der Empfänger gerade zu Hause, am PC...? Da hilft nur warten auf die Antwort!
Weiterhin gibt es Schreibtelefone, die allerdings nicht sehr verbreitet sind.
Dort kann man mit Hilfe einer Tastatur Mitteilungen an ein anderes Schreibtelefon weitergeben.
Die Buchstaben werden dabei in Töne umgewandelt, übertragen und wieder in Buchtaben
lesbar gemacht. Die Nutzung von Bildtelefonen bedarf noch technischer Verbesserungen
(z.B.Übertragungsgeschwindigkeit) um sich mehr durchzusetzen. Der Vorteil hierbei ist ganz
klar die DIREKTE Kommunikation. Der Gesprächspartner ist zu sehen, die Mimik ...
eine unmittelbare Reaktion ist so möglich. Man braucht nicht -wie z.B. beim Fax erst lesen,
dann vielleicht nochmal nachfragen -also wieder ein Fax schicken, auf Antwort warten....!
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