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BILDUNG

Die Gebärdensprache wird in der Kommunikation mit gehörlosen und schwerhörigen Menschen verwendet, die Gesprochenes hauptsächlich über die Augen wahrnehmen und ihre eigene Stimme nicht über das Ohr kontrollieren können.

In Deutschland wird innerhalb dieser Sprachgemeinschaft am häufigsten die Deutsche Gebärdensprache (DGS) benutzt.
Die DGS ist eine eigenständige Sprache und verfügt als solche über eine eigenständige Grammatik, die sich von der Lautsprache der Hörenden unterscheidet. Sie ist ebenso komplex wie andere Sprachen, wobei jedoch keine akustische sondern eine visuelle Übermittlung stattfindet. Diese spezielle Sprache ist natürlich gewachsen und daher auch landesspezifisch. Darüber hinaus werden in Deutschland verschiedene Dialekte unterschieden.

Die linguistische Erforschung der Gebärdensprache ist noch relativ jung. Erst 2002 wurde in Deutschland mit dem Inkrafttreten des Bundesgleichstellungsgesetzes die Deutsche Gebärdensprache anerkannt.


In Deutschland gibt es verschiedene Möglichkeiten Gebärdensprachdolmetscher-Ausbildungen zu machen. Die Ausbildungsgänge unterscheiden sich in Vollzeitstudiengänge, die mit einem Uni- bzw. Fachhochschul-Diplom bzw. Bachelor abschließen und berufsbegleitende Ausbildungsgänge mit unterschiedlichen Abschlüssen. Die berufsbegleitenden Ausbildungen setzen in der Regel Gebärdensprachkenntnisse voraus.

Die Perspektiven nach der Ausbildung sind überaus gut. In Deutschland leben über 80000 gehörlose oder fast gehörlose Menschen, die zur Teilnahme am gesellschaftlichen Leben auf Dolmetschdienste angewiesen sind.

> > > Hier geht es zu den Bildungseinrichtungen für Gebärdensprachdolmetscher < < <


Stand: 11.06.2008